N 51.78361
E 9.11312

Nick von der Borch

6. BAUMHAUS

2006


Baumhäuser haben eine lange Geschichte. Doch die wohl wunderbarsten Baumhäuser sind in unseren Kindheitserinnerungen verankert – wer von uns hat nicht davon geträumt, ein eigenes Haus zu haben, in das Erwachsene nicht gelangen können, wo man sich das Essen mit einem Korb nach oben zieht, ein Ort erster Unabhängigkeit? Als der australische Künstler Nick von der Borch Europa bereiste, zeigte er sich begeistert von den Nieheimer Waldlandschaften und entschied sich, hier in Holzhausen, dem Ort seiner Vorfahren, den Traum eines sogar beweglichen Baumhauses zu realisieren. Das Haus ist um den Stamm einer starken und gerade gewachsenen Esche gebaut. Die kugelige Konstruktion erinnert an eine archaische Taucherglocke aus Jules Vernes Erzählungen, die aus den Tiefen des Waldes auftaucht und in die Wipfel steigt. Denn mittels Flaschenzügen lässt sich das Baumhaus auf eine Höhe von zwölf Metern kurbeln; eine 45-minütige, schweiß treibende Arbeit, die aber durch eine wunderbare Aussicht, auf Augenhöhe mit den umgebenden Baumkronen am Holster Berg, belohnt wird. Nick von der Borch schuf diesen verträumten Rückzugsort als Kooperationsprojekt mit der Detmolder Hochschule für Architektur. Es waren ein Team aus 30 Mitarbeitern aus aller Welt (darunter 16 Studenten) und anderthalb Monate Arbeit nötig, um diesen Traum zu realsieren. Die Kugel hat einen Durchmesser von vier Metern, ist mit 7.000 handgeschnittenen Lärchenschindeln bedeckt und bietet Raum für vier Personen.

“Baumhaus” wurde ermöglicht durch den Freundeskreis KulturGut Holzhausen e.V. und in
Zusammenarbeit mit der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der
Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Helen_Escobedo

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