N 51.78090
E 9.11290

Birgit Kratzheller

7. WINDWIEGE

2000


Verlässt man den geschotterten Waldweg und steigt bergan zur Höhe, so erreicht man ein Areal mit alten Buchen, ein Landschaftbild von besonderem Reiz. Auf einem sanften Hügelrücken erhebt sie sich dann, wie ein luftiges Nest: Die Windwiege. Birgit Kratzheller hat sie an sieben im Kreis stehenden Buchen aufgehängt, welche die Wellen des Windes in ein kaum noch wahrnehmbares Schaukeln abmildern. Anmutungen von Netz und Korb, Trichter und Wanne, Schale und Muschel – all diese Eigenschaften sind angedeutet, aber nie eindeutig. Schulterhoch schwebt die Wiege über dem Waldboden, gleitend zwischen Erde und Himmel, getragen und gesäumt von den Buchen, die zugleich ihre Kronen über die Wiege ausbreiten. Zugänglich wird sie über ein rundes Schlupfloch am tiefsten Punkt. Hier, auf einem Trittstein in der Öffnung stehend, könnte man ohne große Mühe mit einem Hüftschwung die 1,6 Tonnen schwere Wiege bewegen und die mit ihr verbundenen Bäume in Schwingung bringen. Klettert man hinein, so findet man einen Platz, um rücklings liegend dem Rauschen der Buchen zu lauschen und sich dem sanften Schaukeln der Buchen zu ergeben.

“Windwiege” wurde ermöglicht durch den Freundeskreis KulturGut Holzhausen e.V.

http://birgitkratzheller.com

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